Ganz gleich, ob Sie Ihrem Welpen grundlegendes Verhalten beibringen möchten oder ob Ihr Rettungshund ein Auffrischungstraining benötigt – hier erfahren Sie, was Sie wissen müssen, bevor Sie Ihren Liebling bei einer Hundeschule anmelden.

Die Hundeausbildung ist eine unregulierte und nicht lizenzierte Branche. Ob Sie es glauben oder nicht, jeder kann behaupten, ein Hundetrainer oder Hundeverhaltensforscher zu sein. Es liegt an Ihnen, ein wenig zu graben und die beste Hundeschule für Ihren Partner zu finden.

Was ist das beste Alter für den Beginn der Hundeausbildung?

Welpen sind im Alter zwischen acht und 12 Wochen bereit für eine Hundeausbildung. Gute Züchter beginnen bereits mit der Ausbildung sobald die Welpen laufen können. Die Altersgrenze ist aufgrund der Entwicklungsstadien, die unsere Welpen durchlaufen, wichtig und die Sozialisierung ist in dieser Phase entscheidend. Welpen brauchen viele positive Erfahrungen mit Menschen, anderen Hunden und ihrer Umgebung, um glückliche und selbstbewusste Erwachsene zu werden.

Da Welpen sehr erfahrungssensibel sind, sollten sie nach kleinen Klassengrößen – idealerweise ein Trainer pro vier bis sechs Hunde – und einem erfahrenen Ausbilder Ausschau halten.

Kann man einem alten Hund neue Tricks beibringen?

Hundegehorsam hat keine Altersgrenze. Hunde jeden Alters können vom Gruppenunterricht profitieren. Es gibt sogar Klassen, die speziell für Seniorenhunde konzipiert sind. Überstürzen Sie den Prozess nur nicht. Geben Sie Ihrem Hund ein Zeit, um sich in seine neue Familie und Umgebung einzuleben, während Sie ihn behutsam durch die Haushaltsregeln führen.

Woran erkennen Sie gute Hundeschulen?

Google-Bewertungen sind ein guter Anfang, aber das ist kein Ersatz dafür, sich eine Einrichtung genauer anzusehen und mit Hundetrainern zu sprechen. Jeder Trainer sollte bereit sein, Fragen zu beantworten und an einem Interview über seine Methodik teilzunehmen. Finden Sie heraus, wie lange schon Hunde trainiert werden.

Beobachten Sie den Ausbilder!

Achten Sie als nächstes darauf, wie der Ausbilder mit den Hunden interagiert. Drehen Sie die Ferse und rennen Sie, wenn der Trainer frustriert wird, wenn ein Hund es nicht “kapiert” und Einschüchterung, harte Töne, eine erhobene Stimme, Gewalt, Angst oder Schmerz einsetzt.

Ein Ausbilder sollte niemals ein Werkzeug benutzen oder einen Hund schlagen, um ein Verhalten zu stoppen (es sei denn, es besteht unmittelbare Gefahr). Diese Methoden sind veraltet und haben sich als unwirksam erwiesen. Tatsächlich könnte dies zur Entwicklung von Ängsten und Phobien oder zu umgeleiteter Aggression oder unterdrücktem Verhalten führen, ohne dass sich die emotionale Reaktion des Hundes ändert. Ein Hund könnte zum Beispiel aufhören zu bellen, wenn gewaltsame Methoden angewendet werden, aber er wird trotzdem Angst vor anderen Hunden haben. Und da wir Menschen uns ja als Krösus der Schöpfung bezeichnen, darf also Intelligenz voll umfänglich walten.

Beobachten Sie die Hundeschüler

Um zu sehen, was während des Kurses wirklich passiert, fragen Sie die Ausbildungseinrichtung (oder den Ausbilder, wenn sie ein unabhängiges Training für Hunde durchführen), ob Sie eine Stunde beobachten können. Suchen Sie beim Beobachten nach Hinweisen in der Körpersprache der Hunde. Sind sie locker und aufmerksam dem Ausbilder gegenüber? Oder sind sie steif und zaghaft? Hunde, die sich die Lippen lecken, gähnen, eine schiefe oder niedrige Körperhaltung, zurückgesteckte Ohren oder einen besorgten Gesichtsausdruck haben, zeigen sichere Anzeichen von Stress.

Es gibt zahlreich Ausbildungsschulen und Zertifizierungen, aber das ist immer noch keine Garantie dafür, dass sich der Ausbilder an einen Ethikkodex hält. Korralle, auf die Pfoten treten oder Elektroschockhalsbänder werden weiter und sehr verbreitet genutzt. Suchen Sie einen Hundetrainer, der freundlich ist und dessen Schwerpunkt auf dem Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zu Ihrem Hund liegt. Wenn Sie diese Kombination haben, ist es viel wahrscheinlicher, dass Sie die gewünschten Ergebnisse erzielen.

Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl

Es gibt wunderbare Hundetrainer, die keine Zertifizierungen haben. Wenn Sie sich mit einem Ausbilder verbunden fühlen, der keine Zertifizierung hat, sollten Sie etwas genauer schauen, anstatt einfach weiterzugehen. Stellen Sie dem Ausbilder spezifische Fragen, z.B. wer seine Mentoren sind, welche Bücher sie gelesen haben und empfehlen würden und welche Seminare, Workshops und Konferenzen sie besucht haben. All diese Antworten werden Hinweise auf ihre Erfahrung und Methodik geben, die Ihnen helfen, eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Wir lieben Garantien, aber eine Garantie in der Hundeausbildung ist eine rote Flagge. Hunde sind Individuen und Lebewesen. Niemand kann eine Garantie für ein Verhaltensergebnis geben, genauso wenig wie ein Arzt Ihre Gesundheit garantieren kann oder ein Lehrer garantieren kann, wie Ihr Kind bei einem Test abschneiden wird.

Eine weitere rote Flagge, der man sich bewusst sein sollte, ist der Gebrauch von Sprachen wie “Alpha”, “dominant”, “Unterwerfung” oder “Rudel”. Die Dominanz-Theorie bei Haushunden ist trotz ihrer Beharrlichkeit in der Populärkultur gründlich enttarnt worden. Wenn Sie diese Worte lesen oder hören, schauen Sie woanders hin. Ob Sie es glauben oder nicht, diese allgemeinen “Fakten” über Hunde sind völlig falsch

Gruppenkurse sind nicht für jeden Hund

Wenn Sie kompliziertere Verhaltensprobleme haben – wie z.B. Ängste/Phobien, Ressourcenschutz, Reaktionsfähigkeit, Trennungsangst oder Aggression – oder wenn Ihr Hund eine Bissvergangenheit hat, sollten Sie dies unbedingt Ihrem Ausbilder mitteilen. Ein grundlegendes Training für Hunde wird diese Art von Problemen nicht lösen. Suchen Sie stattdessen einen erfahrenen Ausbilder oder Verhaltensberater auf.

Hundtraining soll Spaß machen und keinen Stress auslösen! Bleiben Sie dabei, bleiben Sie ruhig, und er wird Ihnen folgen.